Sieben Gramm Rosa

„Bird Skeleton“, Kardd, via istockphoto.com

Sieben Gramm Rosa,
da vor mir am Asphalt, wo das nicht vollbrachte Nackte, 
das Gespickte (borstig, kleine Federkiele) lauter schreit wie zwischen
Plattenkalk gepresster Archaeopteryx. Seine Verwandtschaft streift durch meinen
Garten (gackernd): vollbefiederte Raptoren, die viel lieber Frosch vierteilen (oder ihresgleichen) wie reglose Körner zu picken oder unter Drogen (massenhaft
eingesperrt) täglich nichts als Eierlegen. Ich rette den Nestling,
            
obwohl es nichts zu retten gibt.

Hat ein ganzes Spielwerk

verschluckt, leidet am schrecklichsten Rosa,
das man sich nur vorstellen kann, weil schwarz und blau unterlegt
mit
Blutergüssen. Schnabeltor zur Unterwelt, geschlossen
(nach der Henkersmahlzeit).
Beine (s
tillgelegte Hebebühne), ordentlich gefaltet. Sieben Gramm schwerer Traum
vom
Fliegen (nur ein Traum), aber – jubiliert in diesem Augenblick ein halbes
Dutzend Artverwandter –
längst nicht ausgeträumt, während mir
der Schrecken bleibt (rosarot) und die Neugier,
die
                fast wie Flügel darüber hinausgreift –
            

Sieben Gramm Rosa, 2021                    

foto: junger Hahn, suriya.nathan, via pexels

„Bird Skeleton“ by Kardd, via istockphoto.com

Sieben Gramm Rosa, da vor mir
am Asphalt, wo das nicht vollbrachte Nackte, das Gespickte
(borstig, kleine Federkiele) lauter schreit wie zwischen Plattenkalk gepresster Archaeopteryx. Seine Verwandtschaft streift durch meinen Garten (gackernd): vollbefiederte Raptoren, die viel lieber Frosch vierteilen (oder ihresgleichen)
wie reglose Körner zu picken oder unter Drogen (massenhaft eingesperrt)
täglich nichts als Eierlegen. Ich rette den Nestling,

             obwohl es nichts zu retten gibt.

Hat ein ganzes Spielwerk verschluckt,
leidet am schrecklichsten Rosa,
das man sich nur vorstellen kann,
weil schwarz und blau unterlegt (mit Blutergüssen). Aufgesperrtes Schnabeltor (zur Unterwelt), geschlossen. Beine, ordentlich gefaltet (stillgelegte Hebebühne). Sieben Gramm schwerer Traum
vom Fliegen (nur ein Traum), aber – jubiliert in diesem Augenblick ein halbes Dutzend Artverwandter – längst nicht ausgeträumt, während mir der Schrecken bleibt (rosarot) und die Neugier, die 
             fast wie Flügel darüber hinausgreift –

Sieben Gramm Rosa, 2021         

foto: junger Hahn, suriya.nathan, via pexels

„Bird Skeleton“, Kardd, via istockphoto.com

Sieben Gramm Rosa, da vor mir am Asphalt, wo das nicht vollbrachte Nackte, das Gespickte (borstig, kleine

Federkiele) lauter schreit wie zwischen Plattenkalk gepresster Archaeopteryx. Seine Verwandtschaft streift durch meinen Garten (gackernd): vollbefiederte Raptoren, die viel lieber Frosch vierteilen (oder ihresgleichen) wie reglose Körner zu picken oder unter Drogen (massenhaft eingesperrt) täglich nichts als Eierlegen. Ich rette den Nestling, obwohl es nichts zu retten gibt.

 

Hat ein ganzes Spielwerk

verschluckt, leidet am schrecklichsten Rosa,

das man sich nur vorstellen kann, weil schwarz und blau unterlegt (mit Blutergüssen). Schnabeltor zur Unterwelt, geschlossen (nach der Henkersmahlzeit). Beine (stillgelegte Hebebühne), ordentlich gefaltet. Sieben Gramm schwerer Traum vom Fliegen (nur ein Traum), aber – jubiliert in diesem Augenblick ein halbes Dutzend Artverwandter – längst nicht ausgeträumt, während mir der Schrecken bleibt (rosarot) und die Neugier, die fast wie Flügel darüber hinausgreift –

Sieben Gramm Rosa, 2021                    

foto: junger Hahn, suriya.nathan, via pexels