
Non confundar in aeternum: in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
(Te Deum, Lobgesang)
So finden wir uns
also wieder? Beim Te Deum oder
bei den Schlachtgesängen in den großen Stadien?
Bein an Bein und beide Fäuste hochgerissen in den Himmel?
Ist es denn ein Himmel? Oder ist der, wie in Kirchen, täuschend echt
hingemalt, mit Wolken, so barock und überreich bestückt mit Heiligen
(hoch über uns), dass der Blick mühelos bis zum Rand der Röcke reicht.
O, wären sie gerafft! Zum Glück gibt’s Pornos & Bordelle (hinter Händen,
vorgehalten). Sind es halt gewohnt, uns hoch & heilig zu versprechen, was
seit jeher (weitaus besser) tief & schmutzig funktioniert. Hinterher, zur
Messe (heilig). Werden wir emporgehoben? Von der Orgel, hoch hinauf,
wo in Stuck getränkte Samtvorhänge Fürstenlogen schmücken. Was
dort abgeht? Was weiß ich! Die Orgel braust so laut, da ist (bei
Gott) kein Muschifurz zu hören. Te Deum oder Schlacht-
gesang? Keine Ahnung (völlig irre)
finden wir uns —
Unter Menschen,
triebgesteuert; dass sich auf
Triebe ausgerechnet Liebe reimt? Als ob wir
aufhörten zu spechteln, was einer in der Hose hat, oder
eine unterm Rock! Ob einer ein Gehörnter ist, einfach so die Frau
verdrischt, Buberln lieber mag (als Mäderln) oder (spröde) Jungfrau
bleibt, so wie Meister Anton Bruckner. Ob der sich mal vergriffen hat? O,
Infamie! O, Peinlichkeit! (wenn einer, über sechzig, Sechzehnjährige verfolgt)
Ja, ist es denn die Möglichkeit? Herr Bruckner!? Schweigt für immer. Zu viel
Zucker, schwaches Herz und fett geworden. Wie passt der bloß in einen
Sarg? So zierlich steht der da, direkt unter (s)einer Orgel. Ihr entlockt
ein Meister Töne (die wir uns so streng verbieten), was für einverdammter Kerl! Maul zerreißen, lauthals lachen
oder schweigen — ?
So finden wir uns also
wieder; Als Menschen unter Menschen
und/solange da Musik ist, werden wir uns sicher sein
und niemals, nie zuschanden —
So finden wir uns (nie zuschanden), 2024
Foto: Raiffeisen Arena Linz, eigenes Bild, 2024
Non confundar in aeternum (lat.): in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden. Letzte Zeile des Te Deums und Inschrift am Sarkophag von Anton Bruckner, der direkt unter seiner Orgel (letzter Wunsch), in der Gruft von St. Florian, ruht.
Mäderln, Buberln (Dialekt, österreichisch) = Mädchen, Jungen

Non confundar in aeternum: in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
(Te Deum, Lobgesang)
So finden wir uns also
wieder; Beim Te Deum oder bei
den Schlachtgesängen in den großen Stadien?
Bein an Bein und beide Fäuste, hochgerissen in den Himmel.
Ist es denn ein Himmel? Oder ist der, wie in Kirchen, täuschend echt
hingemalt? Mit Wolken, so geballt und überreich bestückt mit Heiligen
(hoch über uns), dass der Blick mühelos bis zum Rand der Röcke reicht.
O, wären sie gerafft! Zum Glück gibt’s Pornos & Bordelle (hinter Händen,
vorgehalten) Sind es halt gewohnt, uns hoch & heilig zu versprechen, was
seit jeher (weitaus besser) tief & schmutzig funktioniert. Hinterher, zur
Messe (heilig). Werden wir emporgehoben? Von der Orgel, hoch hinauf,wo in Stuck getränkte Samtvorhänge Fürstenlogen schmücken. Was
dort abgeht? Was weiß ich. Die Orgel braust so laut, da ist (bei
Gott) kein Muschifurz zu hören. Te Deum oder Schlacht-gesänge, keine Ahnung (völlig irre)
finden wir uns —
Unter Menschen,
triebgesteuert. Dass sich auf Triebe,
ausgerechnet Liebe reimt; Als ob wir aufhörten
zu schielen, was einer in der Hose hat, oder eine unterm
Rock; ob einer ein Gehörnter ist, die Frau verdrischt, Buberln
lieber mag (als Mäderln) oder (spröde) Jungfrau bleibt, so wie
Meister Anton Bruckner? Ob der sich mal vergriffen hat? O, Infamie!
O, Peinlichkeit! (wenn einer, über sechzig, Sechzehnjährige verfolgt)
Ja, ist es denn die Möglichkeit? Herr Bruckner?! Schweigt für immer.
Zu viel Zucker, schwaches Herz und fett geworden. Wie passt der
bloß in einen Sarg? So zierlich steht der da, direkt unter seiner
Orgel. Ihr entlockt ein Meister Töne (die wir uns so streng
verbieten); was für ein verdammter Kerl! Maul
zerreißen, lauthals lachen oder
schweigen — ?
So finden wir uns also
wieder; als Menschen unter Menschen
und/Solange da Musik ist, werden wir uns sicher seinund niemals, nie, zuschanden —
So finden wir uns (nie zuschanden), 2024
Foto: Raiffeisen Arena Linz, eigenes Bild, 2024
Non confundar in aeternum (lat.): in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden.
Letzte Zeile des Te Deums und Inschrift am Sarkophag des österreichischen Komponisten Anton Bruckner, der direkt unter seiner Orgel (letzter Wunsch), in der Gruft von St. Florian, ruht.
Mäderln, Buberln (Dialekt, österreichisch) = Mädchen, Jungen

Non confundar in aeternum: in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden. (Te Deum, Lobgesang)
So finden wir uns also wieder? Beim Te Deum oder bei den Schlachtgesängen in den großen Stadien? Bein an Bein und beide Fäuste hochgerissen in den Himmel! Ist es denn ein Himmel? Oder ist der, wie in Kirchen, täuschend echt hingemalt? Mit Wolken, so geballt und überreich bestückt mit Heiligen (hoch über uns), dass der Blick mühelos bis zum Rand der Röcke reicht. O, wären sie gerafft! Zum Glück gibt’s Pornos & Bordelle (hinter Händen,
vorgehalten). Sind es halt so sehr gewohnt, uns hoch & heilig zu versprechen, was seit jeher (weitaus besser) tief & schmutzig funktioniert. Hinterher zur Messe (heilig). Werden wir emporgehoben? Von der Orgel, hoch hinauf, wo in Stuck getränkte Samtvorhänge Fürstenlogen schmücken. Was dort abgeht? Was weiß ich! Die Orgel braust so laut, da ist (bei Gott) kein Muschifurz zu hören! Te Deum oder Schlachtgesang? Keine Ahnung (völlig irre) finden wir uns —
Unter Menschen, triebgesteuert. Dass sich auf Triebe ausgerechnet Liebe reimt! Als ob wir aufhörten zu schielen, was einer in der Hose hat, oder eine unterm Rock; ob einer ein Gehörnter ist, die Frau verdrischt, Buberln lieber mag (als Mäderln) oder (spröde) Jungfrau bleibt, so wie Meister Anton Bruckner? Ob der sich mal vergriffen hat? O, Infamie! O, Peinlichkeit! (wenn einer, über sechzig, Sechzehnjährige verfolgt!) Ja, ist es denn die Möglichkeit? Herr Bruckner!? Schweigt für immer. Zu viel Zucker, schwaches Herz und fett geworden. Wie passt der bloß in einen Sarg? So zierlich steht der da, direkt unter (s)einer Orgel. Ihr entlockt ein Meister Töne (die wir uns so streng verbieten), was für ein verdammter Kerl! Maul zerreißen, lauthals lachen oder schweigen — ?
So finden wir uns also wieder. Als Menschen unter Menschen und/solange da Musik ist, werden wir uns sicher sein und niemals, nie zuschanden —
So finden wir uns (nie zuschanden), 2024
Foto: Raiffeisen Arena Linz, eigenes Bild, 2024
Non confundar in aeternum (lat.): in Ewigkeit werde ich nicht zuschanden. Letzte Zeile des Te Deums und Inschrift am Sarkophag des österreichischen Komponisten Anton Bruckner, der direkt unter seiner Orgel (letzter Wunsch), in der Gruft von St. Florian, ruht.
Mäderln, Buberln (Dialekt, österreichisch) = Mädchen, Jungen
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