
Von allen Selfies
vor Kulisse, mit Gegenständen
oder Tieren, sind Selbstportraits mit Fischen
selten. Massig Bildnisse mit Affen, Katzen, Kolibris und
Kleinzeug wie Libellen, während kleine Meerestiere praktisch nie
Erwähnung finden. Dabei mögen wir Sardellen! Am liebsten, fermentiert.
Ah, unvergleichlicher Geschmack! Komm, koste! Nudeln mit Sardellenbutter,
Pinienkernen und Rosinen! Rosinen aus Usbekistan? Dort gibt es weit und
breit kein Meer! Dort gibt’s auch keine Klammeraffen. Trotzdem hattest
du mal einen, wenn auch nur für einen Tag. Sein Name war Malu.
Indonesisch, für schüchtern und/oder beschämt. Und
die Sardellen? Nur Geduld! Sind im Schwarm
gut aufgehoben —
Zunächst du,
kleiner Malu: Schwarze Fäuste,
fest um meinen großen Daumen. Dieser Blick!
Trotz Fellgewand, fast nackt, wo früher mal ein Halsband war,
an einer langen Eisenkette, bis aufs Äußerste gespannt, am glatten Stamm
der Palme, die dir froh entgegen winkt, ja, sowas wie Willkommen säuselt. Ein
kurzer Ruck und rückwärts geht die Reise jenen glatten Stamm hinab und
geradewegs zu dir und mir und allen Menschen, die sich ihre Bäuche halten. Hungrig? Das Gericht und das Gedicht sind fast fertig! Hier, das Ende,
vorgezogen: von allen Affen in Gefangenschaft hat es
nur für ihn gereicht. Seine Name war —
Essen fertig!Was!? In dieser
Brühe schwimmen — Fische? Ganz genau. Nicht dein Herz!
Nein, dein Herz nicht.
Selbstportrait mit Sardellen, 2026
Foto: Europäische Sardelle, by Jshop, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von allen Selfies
vor Kulisse, mit Gegenständen
oder Tieren, sind Selbstportraits mit Fischen
selten. Massig Bildnisse mit Affen, Katzen, Kolibris und
Kleinzeug wie Libellen, während kleine Meerestiere praktisch nie
Erwähnung finden. Dabei mögen wir Sardellen! Am liebsten, fermentiert.
Ah, unvergleichlicher Geschmack! Komm, koste! Nudeln mit Sardellenbutter,
Pinienkernen und Rosinen! Rosinen aus Usbekistan? Dort gibt es weit und
breit kein Meer! Dort gibt’s auch keine Klammeraffen. Trotzdem hattest
du mal einen, wenn auch nur für einen Tag. Sein Name war Malu.
Indonesisch, für schüchtern und/oder beschämt. Und
die Sardelle? Nur Geduld! Ist im Schwarm
gut aufgehoben —
Zunächst du,
kleiner Malu: Schwarze Fäuste,
fest um meinen großen Daumen. Dieser Blick!
Trotz Fellgewand, fast nackt, wo früher mal ein Halsband war,
an einer langen Eisenkette, bis aufs Äußerste gespannt, am glatten Stamm
der Palme, die dir froh entgegen winkt, ja, sowas wie Willkommen säuselt.
Kurzer Ruck und rückwärts geht die Reise jenen glatten Stamm hinab und
geradewegs zu dir und mir und allen Menschen, die sich ihre Bäuche
halten. Hungrig? Das Gericht und das Gedicht sind fast fertig! Hier,
das Ende, vorgezogen: von allen Affen in Gefangenschaft
hat es nur für ihn gereicht. Seine Name war —
Essen fertig!Was!? In dieser
Brühe schwimmen — Fische? Ganz genau. Nicht dein Herz!
Nein, dein Herz nicht.
Selbstportrait mit Sardelle, 2026
Foto: Europäische Sardelle, by Jshop, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von allen Selfies vor Kulisse, mit Gegenständen oder Tieren, sind Selbstportraits mit Fischen selten.
Massig Bildnisse mit Affen, Katzen, Kolibris und Kleinzeug wie Libellen, während kleine Meerestiere praktisch nie Erwähnung finden. Dabei mögen wir Sardellen! Am liebsten, fermentiert. Ah, unvergleichlicher Geschmack! Komm, koste! Nudeln mit Sardellenbutter, Pinienkernen und Rosinen! Rosinen aus Usbekistan? Dort gibt es weit und breit kein Meer! Dort gibt’s auch
keine Klammeraffen. Trotzdem hattest du mal einen, wenn auch
nur für einen Tag. Sein Name war
Malu. Indonesisch, für schüchtern
und/oder beschämt. Und die Sardelle? Nur Geduld! Ist im Schwarm gut aufgehoben —Zunächst du, kleiner Malu:
Schwarze Fäuste, fest um meinen großen Daumen. Dieser Blick! Trotz Fellgewand, fast nackt, wo früher
mal ein Halsband war, an einer langen Eisenkette, bis aufs Äußerste gespannt, am glatten
Stamm der Palme, die dir froh entgegen winkt, ja, sowas wie Willkommen säuselt. Kurzer Ruck und rückwärts geht die Reise, jenen glatten Stamm hinab,
geradewegs zu dir und mir und allen Menschen, die sich ihre
Bäuche halten. Hungrig? Das
Gericht und das Gedicht sind fast
fertig! Hier, das Ende, vorgezogen:
von allen Affen in Gefangenschaft hat es nur für ihn gereicht. Seine Name war —
Essen fertig!Was!? In dieser Brühe schwimmen Fische? Ganz genau. Nicht dein Herz! Nein, dein Herz nicht.
Selbstportrait mit Sardelle, 2026
Foto: Europäische Sardelle, by Jshop, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
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