Hinter uns das Denkmal

Klecksographie, Justinus Kerner, 1879, gemeinfrei, via Wikipedia

Aus Dintenfleken ganz gering / Entstand der schöne Schmetterling. / Zu solcher Wandlung ich empfehle / Gott meine fle(c)kenvolle Seele. Justinus Kerner‘
             Klecksographien, Justinus Kerner

Da, schau, die Tintensau! Fratze oder Puppeng’sicht? Weiß ich nicht….
             Klecksographien der Gräfin LMAA 

Hinter uns das Denkmal. 
Wir haben die heiligen Hallen betreten.
Die von Marbach. Da, das überlebensgroße Kindheitsbild
des Dichters: Im Rüschenkleid, mit Gerte und mit Hund.* Wünscht sich
das nicht jedes Kind? Einen Hund! Hier vorgeführt zu werden! (Der Hund
war Requisite.) Seufzen. Dort, im Schaukasten auf gelbem Grund, die Gabel
eines Hungerkünstlers: Schwer, aus Silber, mit Gravur. Zerkratzte Schrift, du
beugst dich ihr entgegen. Franz Kafka soll die Gabel beim Kartenspiel verloren
haben. Im Ernst? Nein, zum Spaß, Idiot. Natürlich gibt’s hier nicht nur Dinge,
sondern Zeichen auf Papier. Das alte Lied vom Löwenmann? Hast du
ihn gefunden! Neigt er dir sein Haupt entgegen? Nimm
den Stein mit scharfen Graten,
             wage es — 


Da hast du deine
Schillerlocke: Nicht aus Teig, gefüllt
mit Süßkram, nicht aus Speck vom armen Dornhai, nein,
nein, echtes Menschenhaar! Ein Glatzkopf lacht. Im Café auf der Schillerhöhe
knallen Früchte auf den Tisch. Die von Buchen. Ich knacke die
Schale und esse den Kern. Es ist endlich
             Herbst geworden.

Hinter uns das Denkmal, 2026

Foto: Schillerdenkmal, Marbach, eigenes Bild, 2026

* Hier ist der Dichter Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) gemeint, dem derzeit eine große Ausstellung im Literaturmuseum in Marbach gewidmet ist. In nächster Nähe befindet sich auch das Schillermuseum (wo gleich sechs Schillerlocken von fünf verschiedenen Personen aufbewahrt werden), sowie das Deutsche Literaturarchiv. Sehenswert!

Es wird Zeit, liebe Freunde! Ich verabschiede mich in eine längere Bildschirmpause. Besten Dank an alle, die mich hier (und anderswo) so vielfältig unterstützt haben. Ein Hoch auf den kreativen Resonanzraum! Alles Gute und bye bye, VL

Klecksographie, Justinus Kerner, 1879, gemeinfrei, via Wikipedia

Aus Dintenfleken ganz gering / Entstand der schöne Schmetterling. / Zu solcher Wandlung ich empfehle / Gott meine flekenvolle Seele. Justinus Kerner‘
             Klecksographien, Justinus Kerner

Da, schau, die Tintensau! Fratze oder Puppeng’sicht? Weiß ich nicht….
         Klecksographien der Gräfin LMAA 

Hinter uns das Denkmal. 

Wir haben die heiligen Hallen betreten.
Die von Marbach. Da, das überlebensgroße Kindheitsbild
des Dichters: Im Rüschenkleid, mit Gerte und mit Hund.* Wünscht sich
das nicht jedes Kind? Einen Hund! Hier vorgeführt zu werden! (Der Hund
war Requisite.) Seufzen. Dort, im Schaukasten auf gelbem Grund, die Gabel
eines Hungerkünstlers: Schwer, aus Silber, mit Gravur. Zerkratzte Schrift, du
beugst dich ihr entgegen. Franz Kafka soll die Gabel beim Kartenspiel verloren
haben. Im Ernst? Nein, zum Spaß, Idiot. Natürlich gibt’s hier nicht nur Dinge,
sondern Zeichen auf Papier: Das alte Lied vom Löwenmann? Hast du
ihn gefunden? Neigt er dir sein Haupt entgegen? Nimm
den Stein mit scharfen Graten,
             wage es — 


Da hast du deine
Schillerlocke! Nicht aus Teig, gefüllt
mit Süßkram, nicht aus Speck vom armen Dornhai, nein,
nein, echtes Menschenhaar! Ein Glatzkopf lacht. Im Café auf der Schillerhöhe
knallen Früchte auf den Tisch. Die von Buchen. Ich knacke die
Schale und esse den Kern. Es ist endlich
             Herbst geworden.

Hinter uns das Denkmal, 2026

Foto: Schillerdenkmal, Marbach, eigenes Bild, 2026

* Hier ist der Dichter Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) gemeint, dem derzeit eine große Ausstellung im Literaturmuseum in Marbach gewidmet ist. In nächster Nähe befindet sich auch das Schillermuseum (mit gleich sechs Schillerlocken von fünf verschiedenen Personen), sowie das Deutsche Literaturarchiv. Sehenswert! 

Es wird Zeit, liebe Freunde! Ich verabschiede mich in eine längere Bildschirmpause. Besten Dank an alle, die mich hier (und anderswo) so vielfältig unterstützt haben. Ein Hoch auf den kreativen Resonanzraum! Alles Gute und bye bye, VL

Klecksographie, Justinus Kerner, 1879, gemeinfrei, via Wikipedia

Aus Dintenfleken ganz gering / Entstand der schöne Schmetterling. / Zu solcher Wandlung ich empfehle / Gott meine flekenvolle Seele. Justinus Kerner‘ (Klecksographien, Justinus Kerner)

Da, schau, die Tintensau! Fratze oder Puppeng’sicht? Weiß ich nicht…. (Klecksographien der Gräfin LMAA)

Hinter uns das Denkmal. 

Wir haben die heiligen Hallen betreten. Die von Marbach. Da, das überlebensgroße Kindheitsbild
des Dichters: Im Rüschenkleid, mit Gerte und mit Hund.* Wünscht sich
das nicht jedes Kind? Einen Hund? 
Hier vorgeführt zu werden! (Der Hund war Requisite.) Seufzen. Dort, im Schaukasten auf gelbem Grund, die Gabel eines Hungerkünstlers: Schwer, aus Silber, mit Gravur. Zerkratzte Schrift, du beugst dich ihr entgegen. Franz Kafka soll die Gabel beim Kartenspiel verloren
haben. Im Ernst? Nein, zum Spaß, Idiot. Natürlich gibt’s hier nicht nur Dinge, sondern Zeichen auf Papier: Das alte Lied vom 
Löwenmann! Hast du ihn 
gefunden!? Neigt er dir sein Haupt entgegen? Nimm den Stein mit scharfen Graten, wage es — 


Da hast du deine Schillerlocke! Nicht aus Teig, gefüllt mit Süßkram, nicht aus Speck vom armen Dornhai, nein, nein, echtes Menschenhaar! Ein Glatzkopf lacht. Im Café auf der Schillerhöhe knallen Früchte auf den Tisch. Die von Buchen. Ich knacke die
Schale und esse den Kern. Es ist endlich Herbst geworden.

Hinter uns das Denkmal, 2026

Foto: Schillerdenkmal, Marbach, eigenes Bild, 2026

* Hier ist der Dichter Rainer Maria Rilke (1875 – 1926) gemeint, dem derzeit eine große Ausstellung im Literaturmuseum in Marbach gewidmet ist. In nächster Nähe  befindet sich das Schillermuseum (mit gleich sechs Schillerlocken von fünf verschiedenen Personen), sowie das Deutsche Literaturarchiv. Sehenswert! 

Es wird Zeit, liebe Freunde. Ich verabschiede mich in eine längere Bildschirmpause. Besten Dank an alle, die mich hier (und anderswo) so vielfältig unterstützt haben. Ein Hoch auf den kreativen Resonanzraum! Alles Gute und bye bye, VL